Historisches

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Das wirtschaftliche Leben

Bis ins 12. Jahrhundert sind Acker- und Weinbau in unserem Gemeindebereich nachweisbar. Auch Viehzucht und Imkerei reichen viele Jahrhunderte zurück. Mitte des 17. Jahrhunderts kam als landwirtschaftlicher Nebenerwerb das Pechen hinzu. Außer den üblichen Handwerken wie Schuster, Schneider, Tischler, Zimmerer, Schmiede etc. kam auch den Mühlenbetrieben schon seit dem 15. Jahrhundert eine nicht undbedeutende Rolle zu. Obwohl die Ackergründe, mit wenigen Ausnahmen, als schlecht zu bezeichnen sind, war der größte Teil der Einwohnerschaft bis weit über die Jahrhundertwende in der Landwirtschaft beschäftigt. Nach Beginn dieses Jahrhunderts war aber auch eine große Zahl von Ortsbewohnern „Auf der Heide“ in der Munitionsfabrik und den späteren Wöllersdorfer Werken sowie in den Industriebetrieben von Wiener Neustadt beschäftigt. Eine Sonderentwicklung war von 1790 bis 1854 in Brunn, wo mehrere Hafnermeister verschiedene Fayencen erzeugten. Da es meist Krüge waren, wurden sie auch als „Krügler“ bezeichnet. In Fischau errichtete der Wiener Neustädter Fabrikant Karl Bräunlich 1812 zwei Produktionsstätten für Samtbanderzeugung. Die eine wurde 1827 in eine Baumwollspinnerei umgewandelt und 1850 an das Ärar für die Errichtung militärischer Anlagen verkauft. Die andere war im jetzigen Gasthof Fromwald und wurde 1866 eingestellt. Der schlechte Steinfeldgrund an der Schneebergbahn Richtung Wiener Neustadt, der für den Ackerbau wenig geeignet ist, wird aus finanziellen Überlegungen derzeit vorwiegend für die Sandgewinnung genützt. Für die Wiederaufbauarbeiten nach dem 2. Weltkrieg kam der Sandgewinnung eine besondere Bedeutung zu, was sich für die Grundbesitzer und Transportunternehmer vorteilhaft auswirkte. Nach dem 2. Weltkrieg erzeugte eine Firma am Ortsrand von Bad Fischau auch Betonziegel und Ziegeldecken. Sie wurde mittlerweile stillgelegt. Auf diesem Gelände werden derzeit Boote verschiedenster Größe hergestellt.